Die Sieben-Seen-Route (offiziell Ruta Nacional 40) verbindet Bariloche mit San Martín de los Andes über 110 Kilometer einer der malerischsten Straßen des Planeten. Die Strecke durchquert den Nationalpark Lanín und den Nationalpark Nahuel Huapi und führt an sieben Seen mit kristallklarem Wasser vorbei, deren Farben je nach Tageszeit wechseln: Nahuel Huapi, Correntoso, Espejo, Escondido, Villarino, Falkner und Machónico.
Die sieben Seen im Einzelnen
Jeder See hat seinen eigenen Charakter. Der Lago Espejo macht seinem Namen alle Ehre: Sein Wasser ist so transparent, dass es die Berge wie ein perfekter Spiegel reflektiert und unwirkliche Postkartenmotive erzeugt. Der Lago Correntoso ist berühmt für seine Verbindung mit Villa La Angostura, wo der Río Correntoso (mit nur 300 Metern der kürzeste Fluss Argentiniens) diesen See mit dem Nahuel Huapi verbindet.
Der Lago Falkner, umgeben von uralten Araukarienwäldern, hat eine smaragdgrüne Farbe, die unwirklich erscheint. Der Lago Villarino, kleiner und intimer, bietet einsame Strände, perfekt für ein Picknick. Der Lago Escondido, treu seinem Namen ("der Verborgene"), versteckt sich zwischen Bergen und offenbart sich plötzlich hinter einer Kurve.
Der Lago Machónico markiert den Übergang zur Zone von San Martín de los Andes mit üppigerer Vegetation. Schließlich endet der Weg am Lago Lácar, an dessen Ufern das bezaubernde San Martín de los Andes liegt.
San Martín de los Andes
Das Endziel der Sieben-Seen-Route ist San Martín de los Andes, ein Bergdorf mit einer Architektur aus Holz und Stein, die an Alpendörfer erinnert. Im Gegensatz zu Bariloche, das eine große und lebhafte Stadt ist, bewahrt San Martín einen ruhigen, exklusiven Charme. Die Uferpromenade am Lago Lácar, mit ihren Restaurants, Craft-Brauereien und Kunsthandwerksläden, ist ideal für einen Sonnenuntergangs-Spaziergang.
Tour oder Mietwagen: wie man die Route fährt
Der ganztägige Ausflug ab Bariloche kostet ab USD 72 bei Civitatis, inklusive Transfer, Reiseleiter und Fotostopps an den wichtigsten Aussichtspunkten. Ein langer Tag (12 Stunden), der sich absolut lohnt. Wer es lieber auf eigene Faust erkundet, kann in Bariloche ein Auto mieten (ab USD 40/Tag) und die Strecke mit voller Freiheit bei den Stopps genießen.
Beste Reisezeit für die Sieben-Seen-Route
Die Route kann das ganze Jahr über befahren werden, aber jede Jahreszeit bietet ein anderes Erlebnis. Im Sommer (Dezember-März) leuchten die Seen in Türkistönen und man kann an einigen Stränden schwimmen. Im Herbst (April-Mai) explodieren die Wälder in Rot-, Orange- und Gelbtönen. Im Winter kann Schnee auf einigen Abschnitten liegen (Schneeketten empfohlen). Im Frühling (Oktober-November) blüht alles und die Route ist weniger überlaufen.